Veranstaltungsrückblick

25 Jahre Einsatz für saubere Energie und Klimaschutz

Mit einem Festakt und Gratulationsreden u.a. von EU-Kommissar Oettinger, Wirtschaftssenator Horch und Handelskammer-Präses Melsheimer hat die Wasserstoff-Gesellschaft Hamburg am 15. September 2014 ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Der aktuelle Vorsitzende Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung des Airport Hamburg, dankte den Gründungsvätern der Wasserstoff-Gesellschaft, von denen u.a. der langjährige Vorsitzende Nikolaus W. Schües (Reederei Laeisz), Professor Oskar Mahrenholtz (ehem. TU Hamburg-Harburg) und Professor Heinz Gretz (ehem. Hauni-Vorstand) anwesend waren, für deren nachhaltiges Engagement für Klimaschutz und saubere Energie: „Der vielleicht größte Verdienst dieser Wasserstoff-Pioniere ist es, dass diese Technologie als Teil der Lösung einer zukunftsfähigen Energieversorgung heute nicht mehr wegzudenken ist“, sagte Eggenschwiler und wies auf die Rolle des Wasserstoffs als Speicher für Erneuerbare Energien im Rahmen der Energiewende hin. Er betonte in diesem Zusammenhang, dass die Politik mit der Schaffung von Projektgesellschaften und Förderprogrammen auf Bundes- wie Landesebene die dauerhafte Notwendigkeit von Wasserstoff-Anwendungen erkannt habe. Hamburg spiele dabei mit Pilotprojekten auf der Straße durch die Busse der Hochbahn, auf dem Wasser durch das Fahrgastschiff „MS Alsterwasser“ und in der Luftfahrt eine herausragende Rolle und trüge daher zu Recht den Titel „Wasserstoff-Hochburg“.
Aus Anlass des Jubiläums vergab die Wasserstoff-Gesellschaft erstmals den Heinz und Joachim Gretz-Promotionspreis, der mit 10.000 Euro dotiert ist, für exzellente Dissertationen auf dem Gebiet der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie, die an einer Hamburger Hochschule erworben wurden. Ausgezeichnet wurde die Promotion von Dr.-Ing. Julian Jepsen für seine Arbeit zum Thema „Technical and Economic Evaluation of Hydrogen Storage Systems based on Light Metal Hydrides“, die er im Februar 2014 an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg erworben hat. Die Arbeit untersucht die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit der Wasserstoffspeicherung in Leichtmetallhydriden. In seiner Laudation lobte Professor Dr. Michael Fröba (Universität Hamburg), Vorstandsmitglied der Wasserstoff-Gesellschaft, die Darstellung insbesondere der Fähigkeit von Metallen und komplexer Verbindungen, Wasserstoff wie ein Schwamm aufzusaugen und diesen in einer sehr kompakten Anordnung zu speichern, wie es sonst nur bei extrem hohen Drücken oder in flüssiger Form möglich wäre. „Auf viele Fragen und Herausforderungen, die sich durch diese Form der Speicherung ergeben, konnte die Arbeit von Dr. Jepsen hervorragende Lösungsvorschläge unterbreiten“, so Fröba.
Schließlich wurde im Rahmen des Festabends auch erstmals die Nikolaus W. Schües Medaille vergeben, die Persönlichkeiten auszeichnet, die sich besonders um die Umsetzung der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie verdient gemacht haben. Die Auszeichnung erhielt Dr. Johannes Töpler, der von 2003 bis 2014 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverbands war. Damit wurde auch die enge Verbindung und gute Zusammenarbeit zwischen Wasserstoff-Gesellschaft Hamburg und dem Dachverband in Berlin unterstrichen, die vor allem von Töpler und Schües, der von 2005 bis 2013 Vorsitzender in Hamburg war, initiiert wurde.
Als Zusammenfassung des aktuellen Entwicklungsstandes im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen präsentierte die Wasserstoff-Gesellschaft schließlich auch anlässlich der Jubiläumsfeier ein 200 Seiten umfassendes Kompendium mit Grußworten von Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, sowie Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Das gemeinsam mit dem Hydrogeit Verlag herausgegebene Buch trägt den Titel „Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie für eine nachhaltige Zukunft“ und enthält Fachbeiträge aus Wissenschaft, Energiewirtschaft, Luftfahrt, Automobilindustrie sowie maritimen Anwendungen.
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